
RM Risk Management AG unterstützt Schweizer Unternehmen, Behörden und kritische Infrastrukturen seit über 35 Jahren beim Aufbau, Review und der Weiterentwicklung von Business Continuity Management Systemen. Ein Business Continuity Management System, kurz BCMS, schafft die organisatorische, methodische und dokumentierte Grundlage, damit Business Continuity Management nicht nur punktuell umgesetzt, sondern dauerhaft gesteuert, überprüft und verbessert wird.
Ein Business Continuity Management System ist der strukturierte Rahmen, mit dem eine Organisation ihr Business Continuity Management plant, umsetzt, überwacht und kontinuierlich verbessert. Es definiert, wie BCM geführt wird, welche Rollen und Verantwortlichkeiten gelten, welche Dokumente erforderlich sind, wie Risiken und Auswirkungen analysiert werden, wie Strategien und Pläne gesteuert werden und wie die Wirksamkeit regelmässig überprüft wird.
Während Business Continuity Management den Gesamtprozess zur Sicherstellung kritischer Leistungen beschreibt, regelt das Business Continuity Management System die Organisation, Governance, Methodik, Dokumentation, Steuerung und Nachweisführung dieses Prozesses.
Ein BCMS stellt sicher, dass Business Continuity Management nicht von Einzelpersonen, Einzelprojekten oder einmaligen Dokumenten abhängt. Es verankert BCM als wiederkehrenden Managementprozess mit klaren Verantwortlichkeiten, verbindlichen Vorgaben, nachvollziehbaren Nachweisen und regelmässiger Verbesserung.
Das Ziel eines BCMS ist der Aufbau einer nachvollziehbaren, steuerbaren und überprüfbaren BCM-Struktur. Die Organisation soll jederzeit zeigen können, wie kritische Leistungen identifiziert, bewertet, geschützt, fortgeführt und wiederhergestellt werden.
Ein wirksames BCMS beantwortet insbesondere folgende Fragen:
Damit wird Business Continuity Management nicht nur als Projekt, sondern als Führungs- und Steuerungssystem verstanden.
Die Begriffe Business Continuity Management, Business Continuity Management System, Business Impact Analyse, Business Continuity Strategie und Business Continuity Plan werden häufig vermischt. Für eine klare SEO- und Fachstruktur ist die Abgrenzung wichtig.
Das Business Continuity Management beschreibt den gesamten Prozess zur Vorbereitung auf Betriebsunterbrechungen und zur Sicherstellung kritischer Leistungen.
Das Business Continuity Management System beschreibt den organisatorischen und methodischen Rahmen, mit dem dieser Prozess gesteuert, dokumentiert, überprüft und verbessert wird.
Die Business Impact Analyse liefert die fachlichen Grundlagen zu Kritikalität, MTPD, RTO, RPO, Auswirkungen und Abhängigkeiten.
Die Business Continuity Strategie legt fest, mit welchen Optionen, Massnahmen, Ressourcen und Notbetriebsformen die Wiederanlaufanforderungen erfüllt werden.
Der Business Continuity Plan beschreibt die konkrete operative Anwendung im Ereignisfall mit Rollen, Abläufen, Checklisten, Kommunikation, Notbetrieb und Wiederanlauf.
Das BCMS verbindet diese Elemente zu einem steuerbaren Managementsystem.
Ein Business Continuity Management System besteht aus mehreren miteinander verbundenen Elementen. Diese Elemente sorgen dafür, dass BCM nicht isoliert in einzelnen Dokumenten verbleibt, sondern organisatorisch verankert und wirksam gesteuert wird.
Am Anfang steht die Festlegung des Geltungsbereichs. Dabei wird definiert, welche Organisationseinheiten, Standorte, Geschäftsprozesse, Dienstleistungen, Produkte, Systeme oder kritischen Leistungen vom BCMS umfasst sind.
Der Kontext berücksichtigt interne und externe Anforderungen, regulatorische Vorgaben, Kundenanforderungen, Leistungsaufträge, Abhängigkeiten, Risikolage, kritische Infrastrukturen, Lieferanten, IT-Services und Erwartungen relevanter Anspruchsgruppen.
Typische Inhalte:
Die BCM Policy legt die verbindlichen Grundsätze für das Business Continuity Management System fest. Sie beschreibt Zweck, Ziele, Geltungsbereich, Verantwortlichkeiten, Mindestanforderungen, Berichterstattung und Verbesserungsmechanismen.
Eine wirksame BCM Policy ist kurz, klar und durch die Geschäftsleitung getragen. Sie sollte nicht nur eine formale Erklärung sein, sondern als verbindliche Leitlinie für Rollen, Prozesse, Nachweise und Entscheidungen dienen.
Typische Inhalte:
Ein BCMS benötigt klare Zuständigkeiten. Ohne Rollen, Verantwortlichkeiten und Entscheidungswege bleibt BCM häufig unverbindlich.
Typische Rollen im BCMS sind:
Die Governance regelt, wer entscheidet, wer prüft, wer berichtet und wer Massnahmen verfolgt. Sie schafft die Grundlage für verbindliche Umsetzung und klare Nachweisführung.
Ein BCMS sollte messbare oder zumindest überprüfbare Ziele enthalten. Diese Ziele helfen, Wirksamkeit, Reifegrad und Fortschritt zu beurteilen.
Mögliche BCMS-Ziele sind:
Kennzahlen müssen zur Organisation passen. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Kennzahlen, sondern ihre Aussagekraft für Steuerung und Verbesserung.
Ein BCMS legt fest, welche Methodik für Business Continuity Management verwendet wird. Dazu gehören Bewertungslogik, Kritikalitätsklassen, Vorlagen, Prozessmodelle, Dokumentationsanforderungen, Rollenmodelle und Freigabeprozesse.
Typische Dokumente eines BCMS sind:
Eine klare Dokumentationsstruktur verhindert uneinheitliche Einzelvorlagen und erleichtert Audits, Reviews, Schulungen und Aktualisierungen.
Die Business Impact Analyse ist ein wichtiger Bestandteil des BCMS, aber nicht identisch mit dem BCMS. Sie liefert die fachlichen Grundlagen für Kritikalität, MTPD, RTO, RPO, Abhängigkeiten und Ressourcenanforderungen.
Im BCMS wird geregelt, wann eine BIA durchgeführt wird, welche Methodik gilt, wer beteiligt ist, wie Ergebnisse validiert werden und wie Änderungen nachgeführt werden.
Wichtige Steuerungsfragen:
Ein BCMS stellt sicher, dass aus Analysen konkrete Strategien, Massnahmen und Entscheide entstehen. Die Business Continuity Strategie beschreibt, mit welchen Optionen kritische Leistungen aufrechterhalten oder wiederhergestellt werden.
Im Managementsystem wird geregelt, wie Strategieoptionen bewertet, genehmigt, umgesetzt und überprüft werden.
Typische Steuerungselemente:
Business Continuity Pläne beschreiben die operative Umsetzung im Ereignisfall. Das BCMS legt fest, welche Pläne erforderlich sind, wie sie aufgebaut sein müssen, wer sie pflegt, wie sie getestet werden und wie ihre Aktualität sichergestellt wird.
Typische BCMS-Vorgaben für Pläne:
Damit wird verhindert, dass Pläne zwar existieren, aber nicht aktuell, nicht abgestimmt oder im Ereignisfall nicht anwendbar sind.
Ein BCMS muss sicherstellen, dass Business Continuity Massnahmen regelmässig geübt, getestet und verbessert werden. Übungen und Tests zeigen, ob Rollen, Kommunikationswege, Pläne, Wiederanlaufverfahren, IT-Abhängigkeiten und Entscheidungsprozesse funktionieren.
Typische Übungs- und Testformen:
Das BCMS regelt Planung, Durchführung, Auswertung, Lessons Learned und Massnahmenverfolgung.
Ein Business Continuity Management System muss regelmässig überwacht und überprüft werden (Audit Business Continuity Management). Dadurch erkennt die Organisation, ob das System angemessen, vollständig, aktuell und wirksam ist.
Typische Prüf- und Reviewelemente:
Das Management Review ist besonders wichtig, weil es die Verbindung zwischen operativer BCM-Arbeit und Führungsverantwortung herstellt.
Ein BCMS ist kein statisches Dokumentensystem. Es muss regelmässig verbessert werden. Veränderungen in Organisation, IT, Lieferketten, Standorten, Regulatorik, Kundenanforderungen oder Risikolage müssen in das System zurückfliessen.
Auslöser für Verbesserungen können sein:
Die kontinuierliche Verbesserung stellt sicher, dass das BCMS aktuell, wirksam und anschlussfähig bleibt.
ISO 22301 beschreibt Anforderungen an ein Business Continuity Management System. Eine ISO-22301-orientierte Struktur hilft Organisationen, BCM nachvollziehbar, prüfbar und systematisch aufzubauen.
Im Zentrum stehen dabei unter anderem:
Ein ISO-22301-orientiertes BCMS muss nicht unnötig komplex sein. Entscheidend ist, dass die Systematik zur Organisation passt, verständlich ist und wirksame Entscheidungen ermöglicht. Ein schlankes BCMS mit klaren Rollen, guten Nachweisen und regelmässiger Verbesserung ist meist wirksamer als ein umfangreiches, aber schwer nutzbares Dokumentensystem.
Ein Projekt zum Aufbau oder Review eines Business Continuity Management Systems sollte konkrete Ergebnisse liefern. Diese Ergebnisse dienen als Nachweise für interne Führung, Revision, Kunden, Behörden, externe Auditoren oder Zertifizierungsstellen.
Typische Ergebnisse sind:
In der Praxis bestehen viele BCM-Strukturen aus einzelnen Dokumenten, aber nicht aus einem wirksamen Managementsystem. Dadurch fehlen oft Steuerung, Verbindlichkeit, Aktualität und Nachweise.
Häufige Schwachstellen sind:
Ein professionelles BCMS reduziert diese Schwachstellen durch klare Governance, einfache Methodik, verbindliche Nachweise und regelmässige Überprüfung.
Ein BCMS ist besonders sinnvoll, wenn eine Organisation:
Ein Business Continuity Management System steht selten allein. Es hat wichtige Schnittstellen zu anderen Führungs- und Kontrollsystemen.
Risikomanagement
Das Risikomanagement identifiziert und bewertet Risiken. Das BCMS legt fest, wie Ausfallauswirkungen, Kritikalitäten, Kontinuitätsanforderungen und Massnahmen im BCM gesteuert werden.
Krisenmanagement
Das Krisenmanagement führt die Organisation in ausserordentlichen Lagen. Das BCMS stellt sicher, dass Fachbereiche, Pläne, Wiederanlaufanforderungen und Entscheidungsgrundlagen vorbereitet sind.
IT Service Continuity Management
IT Service Continuity Management und Disaster Recovery konkretisieren technische Wiederherstellung, Backup, Restore, Wiederanlauf und Providerleistungen. Das BCMS stellt sicher, dass diese technischen Anforderungen zu den fachlichen Prioritäten passen.
Informationssicherheit und Datenschutz
Informationssicherheit, Datenschutz und Cyber-Resilienz beeinflussen Verfügbarkeit, Integrität, Vertraulichkeit und Wiederherstellung von Daten und Systemen. Das BCMS muss diese Schnittstellen berücksichtigen.
Internes Kontrollsystem und Compliance
IKS und Compliance können Nachweise, Kontrollen, Verantwortlichkeiten und Prüfanforderungen an das BCMS stellen. Ein gut dokumentiertes BCMS erleichtert interne und externe Prüfungen.
Der Aufbau eines BCMS erfolgt schrittweise. Wichtig ist ein Vorgehen, das zur Grösse, Komplexität und Kritikalität der Organisation passt.
Ein bewährtes Vorgehen umfasst:
Dieses Vorgehen kann als vollständiges BCMS-Projekt oder modular in einzelnen Arbeitspaketen umgesetzt werden.
RM Risk Management AG begleitet Organisationen beim Aufbau, Review und der Weiterentwicklung von Business Continuity Management Systemen. Wir unterstützen als Fachberater, Moderator, Reviewer oder Coach – von der ersten Standortbestimmung bis zur praxistauglichen Managementsystem-Dokumentation.
Unsere Unterstützung umfasst unter anderem:
Eugen Leibundgut, Partner und BCMS-/BCM-Experte der RM Risk Management AG, verbindet langjährige Projekterfahrung mit methodischer BCM-Kompetenz, Krisenmanagement-Praxis und Erfahrung aus Schweizer Unternehmen, Verwaltungen, Gesundheitsorganisationen, Finanzdienstleistern und kritischen Infrastrukturen.

Business Continuity & Resilienz: Schrittweise Umsetzung von BCM, ITSCM, Supplier und Vendor Continuity sowie Krisenmanagement. Eine professionelle Arbeitsbroschüre für Geschäftsleitung, Projektleitung und Fachverantwortliche. Mit Executive Management Summary, Roadmap, Leistungslandkarte, Umsetzungsschritten 1-9, Reifegrad-Checklisten, Projektpaketen und Deliverables.
Die wichtigsten und häufigsten Fragen kurz beantwortet:


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